Ist das FDP-Steuermodell wirklich gut?
Die FDP hat im Zusammenhang mit ihrem diesjährigen Wahlprogramm ein “Drei-Stufen-Steuermodell” vorgestellt. Dieses Modell soll den Forderungen nach einem vereinfachten Steuersystem nachkommen und beinhaltet einen Drei-Stufen-Tarif von zehn, 25 und 35 Prozent. Der grundsätzliche Freibetrag eines jeden Bürgers liegt bei 8004 Euro. Dieser Freibetrag gilt für Kinder und Erwachsene. Alle Einkommen bis zu 20.000 Euro fallen im System unter die Kategorie des zehnprozentigen Steuersatzes. Der 25-prozentige Satz ist für den Einkommensbereich von 20.000 bis 50.000 Euro geplant und für höhere Einkommen gelten die 35 Prozent. Das Ergebnis soll die Steuerlasten der Bürgerinnen und Bürger um insgesamt 35 Milliarden Euro mindern. Zusätzlich wird geplant, den Mehrwertsteuersatz für die Hotellerie- und Gastronomiebranche zu reduzieren.
FDP-Steuermodell finanzierbar und lukrativ
Meiner Meinung nach ist das FDP-Steuermodell finanzierbar und lukrativ. Es fördert den sozialen Ausgleich und mindert die Steuerlasten der Bundesbürger. In den letzten Jahren wurden insbesondere die Haushaltskassen des Mittelstandes belastet. Durch das neue Steuermodell wird eben diese Last reduziert und die “soziale Schere” Deutschlands wird in ihrer Entwicklung gehemmt. Die zentrale Frage ist jedoch, woher der Staat das nötige Geld nehmen wird, wenn die Haushalte weniger Steuern leisten und somit die Einnahmen der Staatskasse sinken. Die Bundesbürger möchten nämlich nicht auf sonstige Leistungen des Staatshaushaltes verzichten müssen, weil die Steuerpolitik auf “bürgerfreundlich” umgestellt wurde. Sollte es dem Staat jedoch gelingen, an einigen Ecken Einsparungen zu treffen und dem Bürger letztendlich dieselben Leistungen zu bieten, wird das Steuermodell der FDP ein voller Erfolg. Der Bürger muss jedoch vorerst in die Zukunft schauen, Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble äußerte sich, vor 2013 keinen Umbau des Steuersystems durchzuführen.